,,Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust...''

Der Gelehrte Heinrich Faust zweifelt am Erkenntniswert der Wissenschaft- Die Schülerinnen und Schüler oftmals daran, Goethes Werk in Gänze verstanden zu haben. Um die Tragödie nachvollziehen zu können, ist es demnach hilfreich und teilweise sogar notwendig, sie so zu erleben, wie sie erdacht war: Als Stück auf der Bühne. Diese Möglichkeit bot sich den Schülerinnen und Schülern der AvH in dieser Woche. Dazu mussten sich diese aber nicht auf den weiten Weg in ein Theater machen, was sich unter den herrschenden Coronabedingungen immer noch als schwierig erweist- Nein, das Theater kam an die AvH.

Alle 13er Deutsch Kurse bekamen somit durch die Inszenierung der Theatergruppe aus Karlsruhe erste Einblicke in den Faust-Stoff. Die beiden Schauspieler, Petra Ehrenberg und Tobias Schill, verkörperten zu zweit das gesamte dramatische Personal, spielten jegliche Metaebenen des Fausts mithilfe einer cleveren Bühnenkonstruktion in der Kiste aus und standen nach einer körperlichen Meisterleistung sogar noch für Fragen der Schülerinnen und Schüler zur Verfügung.

Auch wenn "der Tragödie erster Teil" wohl dauerhaft Gegenstand des Zweifel(n)s bleibt, so hat die Aufführung und anschließende Reflexion durchaus zur besseren (Er)Kenntnis des Stückes geführt. Vielen Dank an die Organisatorinnen und die Theatergruppe aus Karlsruhe.

 

 

 

Florian Schill während der Verwandlung zu Mephisto
Die Bühne in der Kiste der Theatergruppe aus Karlsruhe