Ein Ex-Nazi und Rotlichtrocker packt aus

Rechtsextremismus, Rockerclub und Rotlichtmilieu: Das sind die Stationen im früheren Leben von Philip Schlaffer. Die Schüler des Berufskollegs der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule wurden gebannt Zeugen und Dialogpartner einer fast unglaublichen Lebensgeschichte, geprägt von rechter Gewalt, Hass und Kriminalität.

Ohne zu beschönigen berichtete Schlaffer von seinem Leben und den großen Gefahren des Rechtsextremismus. Er erzählt, wie ihn die Außenseiterrolle in die Neon-Nazi-Szene bringt. Welche Rolle dabei die Musik der rechten Szene spielt, deren Sprache und Inhalte ihn prägten und ihn radikalisierten.

Er sei nicht „ausgestiegen“, so der sehr direkte und eloquente Schlaffer, „ich habe eine Wandlung vollzogen“. Mit seinem Verein Extremislos e.V. versucht er sich heute aktiv gegen Rassismus und für Demokratie und Toleranz einzusetzen.

Heute ist er Spießer und stolz darauf. Mit Lebensgefährtin, Sohn und zwei Hunden hat er das elterliche Haus umgebaut und führt ein Leben weit weg von Hass Macht und Gewalt. Moderiert von Christoph Giesa beantwortete er die vielen Fragen der Schülerinnen und Schüler aus dem Berufskolleg der Agnes-von-Hohenstaufen-Schule. Nie belehrend, nichts entschuldigend, aber aufklärend und warnend.

Philip Schlaffer mit den Schülerinnen und Schülern des BKs
Eine Veranstaltung mit Unterstützung der Friedrich Naumann Stiftung